Rechenschaftsbericht 2019

Thomas/ Januar 14, 2020/ Neuigkeiten

Das Jahr 2019 hatte für uns als Freiwillige Feuerwehr Branitz viel zu bieten.

Hauptaufgaben der Feuerwehr sind Retten, Löschen, Bergen und Schützen. Bei jedem Dienst und jedem Einsatz verfolgen wir diese Ziele, aber zu unseren Aufgaben zählt auch Informieren und Sensibilisieren.

In Zeiten der Digitalisierung sollte dies auch standesgemäß über die „Neuen Kommunikationswege“ geschehen. Bereits Ende 2017 erfolgte deshalb die Überarbeitung unserer Internetseite. Über dieses Medium haben Interessierte die Möglichkeit einen Einblick in unseren Feuerwehralltag zu bekommen. Hierzu zählen unter anderem Berichte über die Arbeit der Jugendfeuerwehr, Ausbildungen, Einsätze und das dörfliche Miteinander. Zusätzlich sind wir auch auf Twitter und Facebook vertreten. Die Arbeit lohnt sich – denn im vergangenen Jahr konnten die Zugriffe auf über 14.000 gesteigert werden, was nahezu eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Aber nicht nur in diesem Bereich hat die Digitalisierung Einzug erhalten. In den Vorjahren erfolgte immer der Aushang der aktuellen Waldbrandgefahrenstufe im Schaukasten am Gerätehaus. Mit dem Start der zurückliegenden Waldbrandsaison wurde dieser Vorgang automatisiert. Jeden Tag erfolgte die Aktualisierung nun automatisch entsprechend der aktuellen, im Internet zur Verfügung gestellten, Warnstufe. Parallel dazu wurde diese Information auf unserer Internetseite und in den sozialen Medien geteilt.

Und auch für das kommende Jahr steht ein neues Projekt vor der Tür für welches die Vorbereitungen kurz vor dem Abschluss stehen. Geplant ist eine Weiterleitung der Einsatzvorinfomation der Leitstelle Lausitz an alle Kameraden mit der Möglichkeit einer Rückmeldung zur Teilnahme am avisierten Einsatz. Durch die Auswertung der Daten erhalten die Kameraden einen Überblick über die verfügbaren Kräfte und haben ein Mittel zur Einsatzvorbereitung zur Verfügung.

Wie bereits in den Vorjahren begann auch dieses Jahr wieder mit der Absicherung des Knutfeuers. Auch wenn wir uns mit dieser Bezeichnung weiterhin nicht anfreunden können, stehen wir zu diesem Termin gern zu Verfügung. Aber es ist schon verwunderlich, dass aufgrund von ordnungsbehördlichen Regelungen der Stadt Cottbus ein Weihnachtsbaum verbrennen nicht genehmigungsfähig ist, wobei Traditionsfeuer – was ein Knutfeuer in unseren Breitengraden zweifelsohne ist – wiederum eine Genehmigung erhält.

Zum vorerst letzten Mal fand am letzten Januar-Sonntag unser Frühschoppen statt. Leider ließ auch dieses Mal Nachfrage und der Andrang zu wünschen übrig, so dass wir uns dazu entscheiden haben im kommenden Jahr darauf zu verzichten und anstelle des Frühschoppens einen Tag der offenen Tür durchzuführen. Dieser wird am 16.05.2020 rund um das Gerätehaus stattfinden.

Alles in Allem war das erste Quartal recht ruhig und bescherte uns keine Überraschungen. Wir konnten unseren geplanten Aus- und Fortbildung ohne Probleme nachkommen.

Bis zum 23.03.2019 sollte es dauern, dass wir unseren ersten Einsatz des Jahres erhielten. In Kahren brannte der Wald, was zu dieser Jahreszeit selten von allein passiert. Da dies nicht der einzige Brand in dem Cottbuser Ortsteil bleiben sollte, liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei den Bränden um Brandstiftung gehandelt haben könnte.

Alle zwei Jahre müssen Freiwillige Feuerwehrleute an einer Weiterbildung zur Ersten Hilfe teilnehmen. Diese fand am 13.04.2019 statt und wurde gegen 13:30 Uhr unterbrochen. BRAND SONDEROBJEKT war auf den Funkmeldeempfängern zu lesen und alle hofften, dass es nichts „Großes“ wird. Auf der Anfahrt zerstreute sich diese Hoffnung jedoch ganz schnell. Ein riesiger Müllberg stand in Flammen und sollte uns die ganze Nacht über auf Trab halten. Erst nach 19 Stunden waren wir wieder Einsatzbereit im Gerätehaus zurück.

Es wurde aber danach nicht ruhiger – und die hohe Schlagzahl sollte sich bis Anfang Oktober fortsetzen.

Durch die Absicherung des Osterfeuers, das Ausrichten des Maibaumaufstellens, die Teilnahme an den Maifestspielen und der Frühjahrsputz sorgten an den folgenden Wochenenden für volle Terminkalender.

In dieser Frequenz sollte es weiter gehen und seinen Höhepunkt im Monat Juni finden. Allein in den 30 Tagen wurden wir fast so oft alarmiert, wie im gesamten Jahr 2018. In längerer Erinnerung werden drei Tage bleiben.

    1. Der Sonntagder keiner warmit drei Alarmierungen.
    2. Der Einsatz beim Waldbrand bei Jüterbog – vor allem aber auch aus dem Grund, weil zu kurz vor unserem Aufbruch in Cottbus mehrere Brandeinsätze parallel abzuarbeiten waren und wir zwei Alarmierungen erhalten haben, zu denen wir nicht fahren sollten, da wir auf den Marschbefehl nach Jüterbog gewartet haben.
    3. Der Waldbrand bei Wiesenau, bei dem wir auf der Rückfahrt zu einem Gebäudebrand alarmiert worden sind, aber glücklicherweise nicht eingreifen brauchten.

In den zurückliegenden Jahren hat es sich bereits angedeutet und mittlerweile liegt die Bestätigung vor, dass wir auch zukünftig, sofern der Bedarf besteht, zu überregionalen Einsätzen entsandt werden und der neu gegründeten Task-Force BF zugeordnet sind.

Zwei weitere Punkte zum Einsatzgeschehen 2019 sollten jedoch nicht unerwähnt bleiben.

    1. Es war wieder ein sehr trockener Sommer, welcher zur Folge hatte, dass die Feuerwehren der Stadt Cottbus bei der Pflege und Bewässerung des „Grüns“ helfen mussten.
    2. Am Nachmittag des 26. August zog ein schweres Gewitter über Cottbus. Nach einigen starken Blitzen, gefolgt von lautem Donnern, schrillten unsere Pieper. In der Pücklerstraße stand ein Reet-gedecktes Haus in Flammen – wahrscheinlich in Folge eines Blitzeinschlages. Bereits auf der kurzen Anfahrt stellte sich heraus, dass die Unterstützung der BF nicht sofort gewährleistet sein wird, da die Kräfte durch einen parallelen Einsatz gebunden waren. Dank der Unterstützung der nachrückenden Kräfte unserer Wehr und der mit alarmierten Freiwilligen Feuerwehren konnte die Brandbekämpfung eingeleitet und ein erster Überblick geschafft werden. Aufgrund der Bauweise war jedoch schnell klar, dass das Gebäude nicht zu retten war und wir uns nur auf die Verhinderung der Ausbreitung konzentrieren mussten.

Wie schnell ein verheerender Brand ausbrechen kann, zeigt das vorgenannte Beispiel. Umso wichtiger ist, dass wir als Ortswehr alles in unserer Hand liegende unternehmen, um die Sicherheit für das Hab und Gut sowie das Leben unserer Einwohner zu gewährleisten. Dazu gehört eine sehr einfache und effektive Maßnahme – die Kontrolle der Unterflurhydranten – ein fester Bestandteil in unseren Dienstplänen. Bei der Kontrolle beschränken wir uns ausschließlich auf Sichtprüfungen, deren Ergebnisse protokolliert und an den vorbeugenden Brandschutz übergeben wurden.

Durch das Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg wurde dieses Jahr erstmalig die Aktion „Fotowandkalender“ ins Leben gerufen. Wir haben uns mit zwei Einsendungen an dieser Aktion beteiligt und freuen uns, dass wir mit einem Bild im finalen Produkt – Monat November – vertreten sind. Aber nicht nur das – denn Dank eines Bildes der Berufsfeuerwehr ist unser TLF mit Besatzung bei der Brandbekämpfung des Müllberges beim Rohstofftiger zu sehen. Da ist es nur gerecht, dass die Kameraden der Berufsfeuerwehr auf unserem Bild zu sehen sind. Dieser Kalender ist ein gelungenes Produkt und wir haben uns vorgenommen jeden Monat das aktuelle Kalenderblatt im Schaukasten auszuhängen.

m zurückliegenden Jahr haben wieder einige Kameraden an Qualifizierungsmaßnahmen teilgenommen. So konnte ein Kamerad den Truppmann Teil 1 und ein weiterer den B1-Lehrgang absolvieren und steht uns demzufolge als Truppführer zur Verfügung. Weiterhin absolvierten zwei Kameraden fachspezifischen Lehrgänge für Kreisausbilder an der LSTE teil.

Unsere Einsatzabteilung besteht aktuell aus 26 Kamerden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Stärke um eine Einsatzkraft verringert. Durch diese wurden insgesamt 1290 Dienststunden (47 Dienste), 937 Stunden im Rahmen von 27 sonstigen Veranstaltungen im Ortsteil und 675 Einsatzstunden (38 Einsätze) geleistet. In Summe sind dies 2.902 Stunden im Dienste der Feuerwehr. Durchschnittlich leistete jeder Kamerad der Einsatzabteilung ca. 112 Stunden im Jahr 2019. Das Einsatzgeschehen verteilte sich auf 27 Brandeinsätze, 10 Hilfeleistungseinsätze und einer Alarmierung zu einer ausgelösten BMA. Eine detaillierte Auflistung aller Einsätze nebst Berichte ist hier zu finden. 

Die Wehrführung bedankt sich bei allen Kameraden und deren Familien, der Berufsfeuerwehr sowie unseren Unterstützen.

GUT WEHR!

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